PKP - Pioniere der Klinischen Psychologie

Miriam-Makeba-Gasse 2/3/27

1220 Wien

 

 

Stadträtin für Soziales, Gesundheit und Frauen

Sandra Frauenberger

Lichtenfelsgasse 2, Stiege 8, 1. Stock, Tür 325c

1010 Wien

 

Betreff: Kaum Ausbildungsstellen mehr für Klinische Psychologie im KAV                                                               Wien, am 10.04.2017

 

Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!

 

Mit diesem Schreiben möchten wir uns als Interessensvertretung für PsychologInnen „PKP – Pioniere der Klinischen Psychologie“ vorstellen. Der PKP sieht sich als Ort des Austausches, der Vernetzung und des berufspolitischen Engagements für (Jung)PsychologInnen. Er hat sich im Zuge der Debatten um das Psychologengesetz 2013 für die Ausbildung zur/m Klinischen und GesundheitspsychologIn gegründet.

 

Grundsätzlich begrüßen wir die Intention des Gesetzes, die Klinische Psychologie in ihrer Kompetenz, Außenwirkung und Qualität zu stärken. Jedoch bringt es auch Probleme mit sich. Die Stadt Wien und Ihr Ressort betreffend vor allem jenes, dass sich die Anzahl der Ausbildungsstellen drastisch reduziert hat. Nach unseren Informationen gibt es statt ca. 60 Ausbildungsstellen für Klinische PsychologInnen nach PG 1990 im KAV Wien aktuell nur ca. 2-4 Stellen. KollegInnen finden keinen Ausbildungsplatz, verlieren Zeit, haben Einkommensausfälle bis hin zu relevanten existentiellen Schwierigkeiten. Wir sehen es als die Pflicht der Gesundheitspolitik an, für die Gewährleistung der öffentlichen medizinischen und psychischen Versorgung die Ausbildungssituation zu verbessern und die Klinische Psychologie nicht zum Elitenprojekt verkommen zu lassen, das sich nur diejenigen mit viel Zeit und Geld leisten können.

 

In unserer Vereinsarbeit begleiten wir einerseits KollegInnen auf dem nun erschwerten Weg in die Klinische und/oder Gesundheitspsychologie. Dafür sammeln wir Informationen über Ausbildungsstellen, erheben Umfragedaten und treten mit Betroffenen in Kontakt. Andererseits wenden wir uns an die Politik. Für einen Überblick zu unseren Anliegen haben wir Ihnen unser Positionspapier beigelegt.

 

Sehr gerne möchten wir uns persönlich bei Ihnen vorstellen und unsere Erfahrungen aus erster Hand weitergeben. Wir hoffen auf einen konstruktiven Dialog und verbleiben

 

mit freundlichen Grüßen,

 

Pioniere der Klinischen Psychologie